Tierschutzhof in Rumänien
Unser Weg im Tierschutz – Vom ersten Schutzhof zum Neuanfang in Rumänien
Auch in den Jahren nach der Gründung blieb unsere Arbeit als Tierschutzverein in Rumänien von großen Herausforderungen geprägt. Bis zum Jahr 2022 verliefen die täglichen Abläufe unter ähnlichen Bedingungen: hohe Tierzahlen, knappe finanzielle Mittel, intensive Pflege und medizinische Versorgung sowie der unermüdliche Einsatz unserer Mitarbeitenden und Helferinnen und Helfer auf dem Schutzhof.
Die Jahre nach der Gründung: Kontinuität unter schwierigen Bedingungen
Unsere tägliche Tierschutzarbeit auf dem Schutzhof in Rumänien war über viele Jahre von Stabilität und gleichzeitigem Mangel geprägt. Die Versorgung der Hunde, medizinische Behandlungen und notwendige Verbesserungen am Schutzhof erforderten stetige Aufmerksamkeit und große persönliche Opfer.
Ein schwerer Verlust im Jahr 2019
Im Jahr 2019 traf unseren Tierschutzverein ein tiefer Einschnitt. Unsere zweite Vorsitzende verstarb völlig unerwartet und viel zu jung. Dieser Verlust hinterließ eine große Lücke – menschlich wie organisatorisch. In dieser schweren Zeit hatten wir das Glück, Nicoleta, eine engagierte und kompetente Nachfolgerin zu finden, die unsere Arbeit im Tierschutz mit Herz, Verantwortung und neuer Stabilität fortführt.
Ab 2022: Neubaugebiete, Bedrohungen und Eskalation
Ab dem Jahr 2022 verschärfte sich die Situation rund um unseren damaligen Schutzhof dramatisch. Das Gelände wurde zunehmend von Neubaugebieten umschlossen. Mit dem Wachstum der umliegenden Wohnsiedlungen wuchs auch der Widerstand gegen unsere Arbeit als Tierschutzverein. Das Bellen der Hunde störte die Menschen.
Es kam zu massiven Konflikten: Mitarbeitende wurden bedroht, es gab Anschläge auf den Schutzhof, Hunde wurden vergiftet. Die Sicherheit unserer Tiere und unseres Teams war nicht mehr gewährleistet. Uns wurde klar, dass ein Verbleib an diesem Standort langfristig unmöglich war.
Der Entschluss zum Neuanfang: Ein neuer Schutzhof in ländlicher Lage
Nach intensiven Überlegungen beschlossen wir, einen neuen Schutzhof in Rumänien fernab dichter Bebauung zu errichten. Wir fanden ein 1,4 Hektar großes Grundstück in ländlicher Umgebung, etwa 12 Kilometer von Lugoj entfernt.
Gemeinsam mit der Gemeinde Balint konnten wir eine Einigung erzielen, dort einen neuen Hundeschutzhof aufzubauen und unsere Tierschutzarbeit dauerhaft fortzuführen.
Aufbau des neuen Schutzhofs bei Balint
Dank der großzügigen Unterstützung eines Spenders konnten wir mit dem Bau der ersten großen Kennelanlagen beginnen. Unser Ziel war es von Anfang an, großzügige Kennels zu errichten, die den Hunden ausreichend Platz, Bewegung und Lebensqualität bieten.
Zusätzlich wurden zwei Häuser errichtet, die derzeit noch im Rohbau sind, da die finanziellen Mittel bislang nicht ausreichen, um sie fertigzustellen.
Infrastruktur für Mensch und Tier
Für den täglichen Betrieb des neuen Schutzhofs wurden Container angeschafft, die heute als Praxisraum für tierärztliche Behandlungen sowie als Büro für unsere Mitarbeitenden dienen. Diese Infrastruktur ermöglicht es uns, die Hunde direkt vor Ort medizinisch zu versorgen und die tägliche Arbeit effizient zu organisieren. Schwierige Fälle allerdings müssen weiterhin in der Universitätsklinik in Timisoara behandelt werden.
Schritt für Schritt: Der neue Tierschutzhof wächst
Der neue Schutzhof wird kontinuierlich weiterentwickelt. Jede Verbesserung, jede Reparatur und jede Erweiterung ist abhängig von den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten. Wenn wir ein wenig Geld übrig haben, fließt es direkt in bessere Unterkünfte, mehr Sicherheit und mehr Lebensqualität für die Hunde.
Der neue Standort bedeutet für uns vor allem eines: Sicherheit, Perspektive und Zukunft. Für unsere Tiere und für die Menschen, die sich täglich für sie einsetzen.