Unser rumänisches Pferd

Mai 2019: Eigentlich sind ja Hunde „unser Ding“. Wir haben in der Vergangenheit aber auch schon zwei Schweine gerettet und nun gibt es in Nancys Nachbarschaft einen akuten Pferdenotfall.

ein gerettetes Pferd auf unserem Schutzhof in Giarmata

 

Nancy erzählt: „Wenige Menschen wissen, dass Rumänien DIE Pferdehölle der EU ist: Pferde werden unter schlimmsten Bedingungen gehalten, müssen im kältesten Winter und an den heißesten Tagen ihre Arbeit leisten, oft bis zum Umfallen. Ausgebeutet, unterernährt und oft geschlagen und misshandelt, mit einer bestenfalls schlechten Ausrüstung ausgestattet, arbeiten sie, bis sie zusammenbrechen.

Schon letztes Jahr im Sommer musste ich (Nancy) erleben, dass ein kleines Pferd am Rande des Dorfes gnadenlos in praller Sonne bei über 40 Grad tagelang angekettet war. Es ist dann gestorben, unbetrauert vom Besitzer, namenlos, wertlos für ihn. Wir haben ganz oft versucht, mit dem Besitzer zu reden und haben dem Pferd Wasser gebracht. Aber ihm war das Leiden seines Tieres egal, er hatte keine Verwendung mehr für das Pferd, also ließ er es sterben.“

Zurück zu „unserem“ Pferd: Wir möchten diesem Tier das gleiche Schicksal ersparen, können es aber auf unserem Schutzhof nicht artgerecht unterbringen. Seit Wochen suchen wir eine Lösung und haben nach vielen Bettelgesprächen mit dem Besitzer erreicht, dass er es uns für 300€ überlässt.

Einen Platz auf einem Gnadenhof in Rumänien, der nicht weit vom Hof entfernt ist, haben wir auch schon gefunden. Dafür müssen wir 100€/Monat aufbringen. Wir möchten Stella-Louise, wie das Pferd inzwischen heißt, einen langsamen und qualvollen Tod ersparen. Der heiße Sommer steht vor der Tür und den würde sie an ihrer Anbindung wohl nicht mehr überleben.

Vielleicht finden wir mittelfristig eine andere Lösung, aber mit dieser können wir unser Pferdeprojekt erst einmal anpacken. Über Mitmacher und Pferdepaten freuen wir uns natürlich